Im heutigen Blogbeitrag möchte ich Ihnen ein kleines WordPress-Plugin empfehlen, mit dem Sie alte Blog-Beiträge SEO-gerecht aktuell halten können. Es handelt sich um up2date, entwickelt (und heute veröffentlicht) vom bekannten Online-Strategie- und Social-Media-Experten Ritchie Pettauer. (Den Link zum Downlooad finden Sie am Ende des Beitrags.)

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Es ist so eine Sache mit älteren Blogbeiträgen. Die Inhalte sind im Grunde noch immer hervorragend, vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas überholt, aber nach wie vor wertvoll. Und derweil bei Google auch noch entsprechend gut gerankt. Man spricht von sogenanntem Evergreen Content.

Warum “derweil noch gut gerankt”? Weil sie von einem Tag auf den anderen ihr gutes Ranking schwuppdiwupp verlieren können, ohne dass man irgendetwas Falsches gemacht hat (man hat einfach gar nichts gemacht). Das hat mit Google’s Algorithmus zu tun, für den die Aktualität und das Publikationsdatum ein wichtiger Ranking-Indikator ist. Es geht darum, ob angenommen werden kann, dass Inhalte “state of the art” und aktuell für die UserInnen wertvoll sind. Ein Blogbeitrag aus dem Jahr 2009, der “Die 10 heißesten Social Media-Tipps” verspricht, wird anno 2018 aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr viel Usernutzen stiften können. Entsprechend wird er, Keyword-Optimierung etc. hin oder her, nicht mehr auf Seite 1 bei Google ranken. (Probe aufs Exempel: Gibt man die Suchphrase “Die 10 heißesten Social Media-Tipps” ein, kommen auf Seite 1 jedoch 2 Beiträge aus 2014. Das heißt, die Zeitspanne ist jetzt nicht extrem knapp bemessen, wobei Google zwischen einzelnen Inhaltskategorien durchaus variiert, was noch als Evergreen in den Top-Rankings durchgeht und was nicht)**

up2date-Plugin für WordPress: Installieren und fertig…

Wie soll man mit Evergreen Content umgehen? Die betreffenden Inhalte immer wieder ein wenig aktualisieren und für die LeserInnen (und den Google-Algorithmus!) die Änderung gut sichtbar kommunizieren. Hier kommt das einfach zu handhabende up2date-Plugin ins Spiel (einmal installiert, braucht man nichts weiter zu tun, die Aktualisierungen erfolgen automatisch). Nach dem Update eines Beitrags wird zu Beginn des Content das Faktum der Änderung mit Datum automatisch angezeigt – sofern zwischen dem Datum der Erstpublikation und der Aktualisierung mindestens ein Tag liegt. Das Ganze sieht dann so aus wie z.B. bei diesem medienleiter-Blogpost:

medienleiter-Tipp: Änderungen am Ende auflisten & transparent darstellen!

Qualitätsmedien wie etwa die ZEIT beschreiten den Weg, Inhaltsaktualisierungen anzuzeigen, schon seit längerem, etwa in diesem Artikel heute zu Donald Trump. Auch dann wenn Erstpublikatuion und Änderungen am selben Tag erfolgen. Informationslagen und Geschichtenverläufe können sich ändern, manches kann hinzukommen, manches kann sich als unzutreffend herausstellen etc.. Für die LeserInnen bietet die minutiös dargestellte Versionshistory, die auch eine Art “Making Of” ist, einen veritablen Mehrwert. So wird nicht zuletzt die Dynamik von Entwicklungen und redaktioneller Arbeit nachvollziehbar.

Wenn explizit gesagt wird, auf Grund dieses oder jenes Hinweises (z.B. aus UserInnen-Kommentaren) wurde ein Beitrag verändert, ist das gelebte Interaktion und Collaboration. So etwas kommt im Social Web prinzipiell immer gut an! medienleiter empfiehlt daher BloggerInnen, vorgenommene Änderungen an Beiträgen am Ende gesondert auszuweisen (ALT vs. NEU) und aufzulisten. Auch wenn Sie einen Fehler gemacht haben. Ein Beispiel, wie so ein Hinweis aussehen kann, zeigt Ihnen dieser Screenshot aus einem Online-Artikel der ZEIT aus dem Jahr 2014:

 

Screenshot: ZEIT Online, Quelle

Scheuen Sie sich nicht, den Finger in eigene Wunden zu legen! Transparenz wird im Web des Jahres 2018 als Zeichen von Stärke wahrgenommen! Auf diese Weise können Sie demonstrieren, dass Sie es mit den hippen Socialmedia-Buzzwords Interaktion & Collaboration durchaus ernst meinen (das fördert die Markenanmutung!) und vielleicht auch die Debattenkultur in Ihrem Forum (so Sie Kommentare zulassen) fördern. Das wiederum erfreut den Google-Bot, der Ihre Seite rankt!

Folgen Sie hier dem Download-LINK zum WordPress-Plugin up2date, wo Sie auch weitere Informationen (etwa für CSS-Customizing) finden. (Ritchie hat mir heute per LinkedIn angekündigt, dass im Zusammenhang mit up2date noch einiges auf uns zukommen kommen wird. Wir sind sehr gespannt und freuen uns schon jetzt! :-)

** Die Bedeutung des SEO-Faktors Aktualität von Inhalten im Kontext der anderen SEO-Parameter zu erfassen, ist bisweilen freilich eine höchst komplexe Angelegenheit. Nicht immer gelingt es imho Google, den größten User-Nutzen zu stiften, was ja das erklärte Ziel der Suchmaschine ist (und meistens auch gelingt). Wenn Sie – Stand: 18.07.2018 – beispielsweise als Suchphrase “Bewertungsplattformen” eingeben (ein Keyword, das auch medienleiter gerne bedient…), kommen auf den ersten drei Positionen gleich mal zwei Uralt-Beiträge. Die Domain-Authority der Quellen überragt hier bei weitem den Faktor der Aktualität des Content. Vom besten User-Nutzen kann hier nur schwerlich die Rede sein.