Neben dem Haupttextbereich (Fließtext) Ihrer Website/Ihres Blogs sind Keywords auch in anderen Seitenbereichen gut aufgehoben. Nur dann schöpfen Sie die zur Verfügung stehenden OnPage-Potenziale auch voll aus! Wo überall gute Gelegenheiten für SEO lauern, verrät Ihnen dieser Beitrag.

Bildtexte

Bildunterschriften sind eine gute Möglichkeit, Keywords zu platzieren und zu verstärken!

Alternative Bildtexte

Alternative Bildtexte sind für Screenreader wichtig. Sehbehinderten Menschen kann so vorgelesen werden, was auf dem Bild zu sehen ist. Wenn ein Bild oder eine Grafik aus irgendeinem Grund nicht angezeigt werden kann, kommt die Alternative Bildbeschreibung zum Vorschein. Auch hier können Keywords vorkommen. ABER: Behalten Sie den eigentlichen Zweck immer im Auge! Schlagwortaneinanderreihungen sind tunlichst zu vermeiden. Missbräuchlich verwendete alternative Bildbeschreibungen haben schon zu Shitstorms geführt…

Titel & Überschriften

In Seiten-/Beitragstiteln sowie Headings steckt viel SEO-Potenzial! Überschriften werden von den Google-Robots höher bewertet als normaler Fließtext. Damit Sie diesen Vorteil auch wirklich nützen können, müssen Sie aber eine Sache unbedingt beachten! Geben Sie Ihren Text und auch die Überschriften stets unformatiert in ihr CMS ein oder wählen Sie dort die Option Formatierungen entfernen. Sämtliche Textauszeichnungen (Überschriften, Aufzählungspunkte etc.) sollten Sie immer im CMS selbst vornehmen! Nur so erkennen Suchmaschinen und Screenreader, womit sie es wirklich zu tun haben. Eine fett gedruckte Zeile mit anschließender Leerzeile wird nicht als Heading erkannt. Gleiches gilt für Nummerierungen & Co. Achten Sie auch auf einen hierarchischen Aufbau Ihrer Überschriften und Unterüberschriften! (Nicht einfach nach Lust und Laune mal H5, mal H2, mal H1 etc. auswählen…) Wählen Sie für Zwischenüberschriften HEADING 1 und für Unterüberschriften HEADING 2, für Unterunterüberschriften HEADING 3 etc. Der Seiten- bzw. Beitragstitel, der noch mehr Priorität als Headings genießt, gehört – nona – ins dafür vorgesehene Titelfeld.

Dateinamen

Auch die Dateinamen von Bildern, Grafiken etc. sind ein integraler Bestandteil der Keyword-Optimierung. Wenn Sie einen Blogbeitrag zu Hundezüchtung bebildern, ändern Sie den Dateinamen des dazugehörigen Fotos (IMGxxxx.jpg) so (z.B. Golden_Retriever.jpg), dass ihr Keyword darin vorkommt. That helps! ;-)

Verzeichnisnamen

Auch die Verzeichnisnamen von Blogtexten oder Website-Pages sollten SEO-bewusst bezeichnet werden. Entscheiden Sie sich immer für Permalinks! So bleibt die URL Ihrer Page oder Ihres Beitrags gleich und kann sich in den Suchergebnissen nach oben arbeiten. Übernehmen Sie nicht die automatischen Nummerierungen oder ähnliches, die Ihnen Ihr CMS vorschlägt. Je weiter vorne ein Keyword im Verzeichnisnamen steht, desto gewichtiger ist es. (Über HOSTNAMEN schreibe ich hier bewusst nicht, das nicht unheikle Thema wird in einem der nächsten Blogposts separat behandelt.)

Tags & Kategorien

In einem CMS wie WordPress macht es Sinn, thematisch zusammengehörige Artikel und Seiten übergeordneten Kategorien zuzuweisen. Auch Tags zu einzelnen Beiträgen sollten verwendet werden. Kurz gesagt: Tags & Kategorien werden von den Google-Robots goutiert – vorausgesetzt, man setzt sie als Content-Strukturierungselemente richtig ein.

Tags

Übertreiben Sie nicht mit zu vielen Tags, sondern strukturieren Sie sinnvoll! Was die maximal Anzahl betrifft, schwanken die Angaben: manche SEO-Berater nennen als Höchstzahl 20-30, ich habe für mich persönlich – für den Normalfall – 10 als Limit festgesetzt. (Beim heutigen Blogpost werden es aber mehr sein.) Wichtig ist, dass Tags der Übersicht dienen. Sind zu viele und v.a. zu viele ähnliche vorhanden, führt dies die Robots in die Irre – mit entsprechenden Nachteilen für Ihr Ranking. Die Stichwörter, die Sie vergeben, sollten unbedingt auch im Text vorkommen oder zumindest einen sehr engen Textbezug aufweisen. (Wenn Sie beispielsweise ein Blogpost zum Thema SEO schreiben und der Meinung sind, dieser Beitrag könnte für 20 Branchen interessant sein, dann erwähnen Sie diese auch im Text. Sie einfach nur in der Tag-Liste aufzuführen ist keine gute Idee.) Tags sollten natürlich immer mit häufig verwendeten Suchanfragen korrelieren! (Auch Tag-Phrasen sind zulässig.) Es empfiehlt sich auch hier, Google’s Keyword Planner zu Rate zu ziehen.

Kategorien

Ganz wichtig: Ein Artikel sollte nur einer Kategorie zugeordnet werden! Und mindestens ebenso wichtig: Tags und die dem Beitrag übergeordnete Kategorie sollte niemals identisch sein! Das wird von Google als sogenannter Duplicate Content gewertet und bringt Nachteile im Ranking. (Näheres zu diesem Thema werde ich in einem eigenen Beitrag zum Thema SEO & häufige Fehler schreiben.)

Der Unterschied zwischen Tags und Kategorien auf einen Nenner gebracht: „Kategorien sind eine Art Unternavigation des Blogs und strukturieren diesen. Tags tun das nicht. Tags fügen Artikel zu Dossiers zusammen.“ (Quelle: http://www.netz-gaenger.de/blog/wordpress-tutorials/wieviele-tags-sollte-ich-in-meinem-wordpress-blog-verwenden)

Weiterführende Infos zum Thema Tags, Kategorien & SEO finden Sie im eben verlinkten Beitrag.

Seitentitel (Title Tag)

Der Verzeichnisname ist nicht identisch mit dem Seitentitel! Wenn Sie im Seitentitel Schlüsselbegriffe platzieren (macht Sinn!), müssen Sie den Titel im HTML-Code eigens definieren. Achtung: Der Seitentitel firmiert auch als Titel in den Suchergebnissen – er ersetzt den andernfalls an dieser Stelle stehenden Beitragstitel! Deshalb sollten Seitentitel mit Bedacht gewählt werden. Wie stellt man den Seitentitel ein, wenn man nicht direkt im HTML-Editor herumfummeln will? Für manche CMS (wie WordPress) gibt es einfach zu bedienende Plugins für Suchmaschinenoptimierung, mit denen Sie diese und andere Einstellungen ganz bequem ohne Programmierkenntnisse vornehmen können. Ein solches Tool ist in WordPress z.B. SEO Ultimate. Ein Seitentitel sollte maximal 70 Zeichen haben.

Anzeige eines Google-Suuchergebnisses mit Seitentitel und Seitenbeschreibung

Seitenbeschreibung (Meta-Description)

Die Seitenbeschreibungen sind die zweizeiligen Erklärungen, die zu einer Website oder einem Blogbeitrag in den Suchergebnissen angezeigt werden. Auch sie fließen in den Quelltext der Website ein und können individuell gestaltet werden. (Verzichtet man auf diese Möglichkeit, wird automatisch der Textbeginn angezeigt, was meist nicht sehr sinnvoll ist.) Denken Sie bei den Seitenbeschreibungen aber nicht nur an SEO und Keyword-Optimierung, sondern primär daran, dass sie Usern, die nach bestimmten Inhalten googeln, eine gute Orientierung bieten und Lust auf Ihr Content-Angebot machen. (Das ist der primäre Zweck von Page Descriptions.) Aber das wichtigste Keyword sollte hier schon vorkommen – im Regelfall passt es auch gut hinein, da es – wenn es sinnvoll gewählt ist – ja das Zentrum der Seite oder des Blogposts abbildet. auch Seitenbeschreibungen können in WordPress mit SEO Ultimate erstellt werden. Ihre Länge sollte 140 Zeichen nicht überschreiten.

Benutzeroberfläche des WordPress-Tools SEO-Ultimate für Seitentitel und Seitenbeschreibung

Die Meinungen über die Bedeutung der einstmals wichtigen Meta-Keywords (im Head-Bereich des Quelltextes) für Suchrankings gehen heute auseinander: und zwar dahingehend, ob sie noch eine geringe Bedeutung haben oder gar keine mehr. Dennoch werden sie von vielen immer noch ausgefüllt. Und das macht durchaus Sinn: man kann diesen Bereich, so wie hier ein SEO-Experte ausführt, z.B. dafür nützen, um häufig falsch geschriebene Suchbegriffe einzutragen (z.B. Sigliget anstatt Szigliget; Selbständigenvorsorge anstatt Selbstständigenvorsorge etc.): die Suchmaschinenrobots registrieren die im Quelltext aufgeführten Meta-Keywords ja nach wie vor. (NB: Auch orthografisch fehlerhafte Suchanfragen sind nicht zu vernachlässigen!) In sichtbaren Seitenbereichen der Suchmaschinenoptimierung vermeidet man falsche Schreibweisen ja aus gutem Grund: nicht jeder erkennt den SEO-Zweck, manche Menschen schütteln nur den Kopf und halten einen für ungebildet (und zweifeln im schlimmsten Fall sogar an der Seriosität). Bemerkung am Rande: Alternative (korrekte) Schreibweisen kann man hingegen getrost auch in sichtbare SEO-Felder einbauen und gegebenenfalls im Text sogar dezent darauf hinweisen.

Linktitel & Linktext

Linktitel und Linktexte werden anders gewichtet als normaler Fließtext. Sie ahnen es: dieser Umstand macht sie für die Suchmaschinenoptimierung interessant. Schreiben Sie daher anstatt z.B. „Weiterlesen“ als Linktitel lieber „Erfahren Sie mehr zum Thema [KEYWORD]„. Dass sie bei Verlinkungen innerhalb Ihrer Website (internes Linkbuilding) auch die URL’s der verlinkten Pages auf ein Keyword optimieren ist, ist nach dem oben behandelten Punkt VERZEICHNISNAMEN eh klar. Ich erwähne es trotzdem noch mal… Auch die verlinkte URL-Bezeichnung zählt.