WriteMonkey

Am PC benutze ich zum Schreiben nur noch das (kostenlos downloadbare) Programm Write Monkey (von Pomarancha). Ähnlich wie bei Writer und Writer Pro bekommt man nichts als den eigenen Text (in einer angenehmen Font) serviert. Fullscreen – Sogar der Windows-Startbutton verschwindet zur Gänze. Ein Blick in den Spiegel der eigenen Gedanken… Ich finde – wie bei meinem iOS-Freund – auch beim schreibenden Äffchen das extrem reduzierte Design sehr angenehm und durch sein leicht blaugraue Erscheinung (auf meinem Schirm) beinahe beruhigend. Das Programm nützt für die Textdarstellung nicht die ganze Bildschirmbreite aus, sondern nur den Bereich im Zentrum, der für die Augen unangestrengt als Ganzes erfassbar ist. (Ein PC- oder Laptop-Screen ist von der Größe her ja doch etwas anderes als ein Tablet oder ein iPhone.) Ein feines Schreibfeeling.

WriteMonkey bietet in geringem Umfang Formatierungsmöglichkeiten (kursiv, bold). Sie drängen sich nicht ins Blickfeld des Textes – man kommt zu ihnen via rechter Maustaste. Eine Rechtschreibprüfung ist nicht dabei. Das ist aber – für mich zumindest – kein größeres Problem: den fertigen Text (als .txt-File abgespeichert) öffne ich einfach in einem anderen Textverarbeitungsprogramm nochmal, lasse die Rechtschreibprüfung drüber laufen und fertig. Wenn einen das stört, kann man sich einen Write-Monkey-ähnlichen Texteditor im übrigen recht einfach in OpenOffice selbst bauen. Die Anleitung gibts in diesem Video:

Wenn ich (für einen englischen Text) die Writer Pro-Funktion Syntax Control will, speichere ich das Dokument in die Dropbox und öffne es am iPad mit der iA-Programm. Dieser Aufwand kostet mich ein paar Sekunden. Das ist allemal besser als einen ganzen Text in einem nervigen Textverarbeitungsprogramm von Microsoft Office, OpenOffice etc. zu schreiben (und dabei die Nerven zu verlieren…).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem (etwas langen) Blogpost nützliche Anregungen für angenehmeres Schreiben geben. Sich bewusst mit den Workflows der Textproduktion (wo schreibt man, mit welchen Devices schreibt man, wann schreibt man etc.?) auseinander zu setzen, lohnt in jedem Fall. Und macht den komplexen Prozess des Schreibens um vieles effizienter & besser.