Stellen Sie sich auch manchmal Fragen wie diese?

– Werden sich unsere digitalen Versäumnisse auch in Zukunft durch offline ausgleichen lassen?

– Wird die Offline-Präsenz der Marke in Zukunft weniger wichtig sein als unsere Online-Präsenz? 

Wenn Sie sich Fragen wie diese stellen, dann darf ich Ihnen eines verraten: Sie sind auf dem berühmten Seifenkistchen gelandet – mit vorprogrammiertem Ausrutscher. Autsch!

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Digitale Markenführung meint nicht per se die Verdrängung von Offline durch Online, sondern die Auflösung dieser Grenzen für Ihre Kunden – um ihnen die Customer Journey so einfach als möglich zu machen! Nehmen wir als Beispiel eine mittelgroße Handelskette, die auf der einen Seite ihre Webshops immer mehr ausbaut & optimiert, und die auf der anderen Seite Flagship-Stores in großen Städten eröffnet. Hier ist kein Entweder-Oder-Prinzip am Werk, sondern das Bestreben, alle Touchpoints (ob nun online oder offline) optimal zu nutzen!

Etwa so: Ein Kunde bekommt eine Ad zu einem bestimmten Produkt im Netz zu sehen, die ihn/sie interessieren könnte, dann sieht er/sie eine Werbung auf der Straße, die ihn/zu einem der Flagship-Stores führt. Er/sie ist angetan, weil es ein richtig cooler Shop mit freundlichen MitarbeiterInnen ist, dann sieht er/sie noch ein Video im Netz… und irgendwann wird er/sie zum Kunden! Klingt jetzt wild konstruiert, aber genau dieses Prinzip funktioniert in der Praxis!

Die Benchmark einer geglückten digitalen Markenführung lautet in diesem Sinne: Noline!

Worum geht es bei Noline?

Für den Kunden gibt es keine Trennung der virtuellen (E-Commerce) und realen Welt (stationärer Handel); für ihn gibt nur das Einkaufserlebnis.

Die Kunden unterscheiden nicht mehr zwischen den Kanälen, kaufen nicht mehr gezielt on- oder offline. Vielmehr suchen sie verschiedene Zugangswege zu ihrem Shop: im Internet, über das Smartphone – oder eben über das stationäre Geschäft in der Innenstadt. (Quelle: https://logistikknowhow.com/no-line-commerce/)

Warum das Ineinandergreifen von Online und Offline so wichtig ist, und warum man dieses Prinzip unbedingt beachten und Fehler beseitigen sollte? „Damit nicht erst die Empfänger die einzelnen Kommunikationshappen zusammensetzen müssen – um ggf. festzustellen, dass diese gar nicht zusammenpassen.“ (Ralf T. Kreutzer, Karl-Heinz Land: Digitale Markenführung: Digital Branding im Zeitalter des digitalen Darwinismus. Wiesbaden: Springer Verlag, 2017, S. 18.)

Der Touchpoint-Mix – welche On-/Offline-Touchpoints sind für das jeweilige Geschäftsmodell entscheidend – ist für jedes Unternehmen individuell zu bewerten: bei manchen ist eine Ausgewogenheit  von Online/Offline gegeben, bei anderen tendiert es zu einem starken Übergewicht in die eine oder andere Richtung. Aber für alle gilt: die als zentral ermittelten Touchpoints müssen professionell bedient sein – hier gibt es kein Entweder-Oder! 

BRAINWORK:

– KENNEN SIE ALLE DIGITALEN UND ANALOGEN TOUCHPOINTS, DIE FÜR IHRE ZIELGRUPPE RELEVANT SIND?

– SIND IM UNTERNEHMEN DIE KOMPETENZEN VORHANDEN, UM ALLE TOUCHPOINTS EFFIZIENT ZU BEDIENEN?

– GREIFEN IHRE TOUCHPOINTS (CONTENTS ETC.) SO INEINANDER, DASS EINE NOLINE-EXPERIENCE IHRER ZIELGRUPPEN MÖGLICH IST?

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Noch Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne: leiter@medienleiter.net

Bild: Hubspot