In einem Blogpost vergangene Woche habe ich angemerkt, dass ein Blick in den Spamordner des eigenen E-Mail-Programms durchaus lohnt, um (Fehl)Entwicklungen im Online-Marketing zu beobachten. Besonders häufig finden sich dort (auch nicht bestellte) Newsletter. Bei mir kommen ganz viele aus der Kategorie Tourismusmarketing (im speziellen aus dem Hotelmarketing). Die Frage, die mich beschäftigt: Findet man in der Masse auch Klasse?

Die Chance im Spamordner

Die automatische Einsortierung von Nachrichten in den Spamordner ist zunächst einmal das Gegenteil von einem Qualitätsbeweis. Dennoch überfliege ich die Titel darin regelmäßig, um zu kontrollieren, ob versehentlich auch nicht-spammige Nachrichten dort gelandet sind. (Kommt hin und wieder vor.) Der flüchtige Blick ist somit ein auch ein kleines window of opportunity für Unternehmen (z.B. Hotels), mein Interesse doch noch irgendwie zu bekommen. (Im Fußballjargon ausgedrückt, ist es die Möglichkeit, ein 0:1 noch zu drehen.) Das passiert zwar höchst selten, aber es ist schon vorgekommen.

Warum ich das schreibe? Newsletter – auch bestellte! – landen sehr häufig im Spamordner. (Botschaften die wiederholt werden, Werbungstitel etc. wecken – zum Glück – die Aufmerksamkeit des Spamfilters.) Aussender sollten sich dessen bewusst sein. Und auch Marketing-Post, di

Auch Stimmungs-Bilder haben keine Macht, wenn Newsletter-Marketing die Kunden nicht auf der Lead Nurturing-Stufe abholt, auf der sie tatsächlich stehen!
Auch Stimmungsbilder haben keine Macht, wenn Newsletter-Marketing die Kunden nicht auf der Lead Nurturing-Stufe abholt, auf der sie tatsächlich stehen! (Bild: medienleiter PR)

e nicht im Spamordner landen, wird oft nach kurzer Zeit nicht mehr beachtet. Warum ist das so? Selbst bei großem anfänglichen Interesse an den Infos einer Organisation oder eines Unternehmens nutzt sich der tatsächliche Newswert meist rasch ab: die Botschaften drehen sich im Kreis oder sind substanzloses Werbegeschwätz, sie erreichen Zielkunden zur falschen Zeit (wenn ich gerade keinen Urlaub plane, interessiert mich die Wohlfühlidylle in den Bergen oder am Strand nur bedingt) etc. etc.

…more of the same…

Was also tun? Ich bleibe beim Beispiel Hotels: Sie sollten zunächst einmal davon ausgehen, dass die Mehrzahl der Adressaten Ihres Newsletters auch noch elektronische Anschreiben von anderen Hotelketten u.ä. bezieht. Das Problem dabei: Hotel-Newsletter ähneln sich häufig sehr stark – in Titel, Aufmachung etc.. Das heißt: man wird im besten Fall als more of the same wahrgenommen – auch dann, wenn sich der Kunde zu einem früheren Zeitpunkt aktiv in den Newsletter eingetragen hat.