Das Thema ist heute bei einem Gespräch über Firmenblogs aufgetaucht. Wie baut man gute Titel in abstrakten Themengebieten? Ein Beispiel hierfür ist etwa HR: Human Resources kann alles und nichts bedeuten, der Begriff hat theoretisch eine enorme Spannweite (wie im übrigen auch Content Marketing…) Hinzu kommt, dass solche Termini mehr als (Meta)Begrifflichkeiten funktionieren und für sich selbst selbst nur wenig bedeuten. Wie kann diese Begriffe dennoch sinnvoll verwenden?

Häufig empfiehlt sich eine Zweiteilung des Titels: im ersten Teil das (abstrakte) Keyword platzieren, im zweiten dann ein signifikanter Kontrapunkt, der die Abstraktheit aufbricht und mit einer konkreten Message aufwartet. Im Idealfall bietet er eine Art Call to Action, also eine spezifische Aufforderung!

Ich gebe ein Beispiel: anstatt einen Titel wie “Employer Branding als Maßnahme gegen fehlende Fachkräfte“ zu produzieren, ist es besser, man schreibt: “Employer Branding gegen Fachkräftemangel: So bewerben Sie sich bei Bewerbern!“ Damit erreicht man zweierlei: zum einen werden die Keywords (Employer Branding, Fachkräftemangel) gesetzt, die den inhaltlichen Kontext abstecken – das ist wichtig fürs Suchmaschinenranking im Themenbereich! Denn als Suchbegriffe werden HR, Content Marketing & Co ja trotz allem gerne verwendet (der Google Keyword Planner gibt Aufschluss) – v.a. in Kombination mit eingrenzenden Spezialbegriffen. Ein Beispiel wäre die Suchphrase Content Marketing & Tourismusmarketing.

Mit dem zweiten Teil des Titels wird bereits im Vorfeld bei den Lesern eine ganz konkrete Erwartungshaltung erzeugt, die über eine nebulose Abstraktheit hinausgeht. Das ist entscheidend. Wird diese nämlich nicht gebrochen, kann es leicht passieren, dass der Artikel nicht weitergelesen wird. Und das haben sich Ausführungen zu HR, Content Marketing & Co dann auch nicht verdient…