In meinem gestrigen Blogpost habe ich anhand eines Tourismusmarketing-Beispiels argumentiert, dass performance-orientierte Handlungen (z.B. Calls to Action) im Content Marketing nur dann etwas bringen, wenn sie im Einklang mit der Content Strategy stehen. Wenn also die Maßnahmen im Bereich Lead Nurturing & Marketing Automation nicht auf Kosten des Brandings gehen. (Selbiges gilt natürlich auch umgekehrt: in Schönheit gestorben ist auch tot…)

Das heißt, der Content den ich an den Lead bringe, muss in mehrere Richtungen hin optimiert sein. Ich will es am Beispiel von Blogbeiträgen erklären. Das Grundprinzip besteht darin, die Inhalte so aufzubereiten, dass sie Mensch & (Such)Maschine gleichzeitig überzeugen. (Wenn ich Newsletter verschicke, die auf Inhalte meiner Website verlinken, will ich ja auch, dass diese über ganz normale Suchanfragen bei Google, Bing Co, also via Organic Traffic, gefunden werden.)

Anders gesagt, ich muss in den Suchmaschinenergebnissen (SERP’s) bei für mich strategisch wichtigen Begriffen möglichst weit vorne gereiht  sein – sonst werde ich nicht gefunden! Das schaffe ich mit Suchmaschinenoptimierung, genauer gesagt mit OnPage-Optimierung. Dazu zählen alle Maßnahmen, die auf der (Blogbeitrags)Seite selbst gemacht werden können (Keywords etc.), um das Suchmaschinenranking positiv zu beeinflussen. Lesen Sie zu diesem Thema mehr in meinem morgigen Beitrag!

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Eine suchmaschinenoptimierte Schreibe ist traditionellerweise freilich nicht wirklich angenehm zu lesen. Es läuft den Regeln von gutem Storytelling, das auf eingeübten Wahrnehmungspatterns im menschlichen Gehirn aufbaut, sogar zuwider. Auf der Ebene Ihres Leads, also auf der Ebene der menschlichen Wahrnehmung, müssen Sie nämlich erneut eine doppelte Hürde meistern: die linke und die rechte Gehirnhälfte müssen gleichermaßen überzeugt werden.

Die linke Gehirnhälfte ist Regel- und Logik-getrieben und somit verantwortlich für die erfolgreiche Verarbeitung von Sprache, Lesen, Rechnen etc. (vgl. hierzu den zuvor verlinkten Beitrag)

Die rechte Gehirnhälfte steht für Intuition, Gefühl, Kreativität, Spontaneität etc. (vgl. hierzu wiederum den zuvor verlinkten Beitrag) Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Muster ihrer Aktivierung: „Diese Gehirnhälfte [die rechte; Anm.] wird durch Metaphern aktiviert, durch die beim Zuhörer eigene, dazupassende Bilder, Symbole, Melodien oder Gerüche entstehen können. Das Rohmaterial der Gedanken, die aufblitzenden Ideen, die Bilder, ja alle Sinneseindrücke werden rechts bearbeitet.“ (Quelle:http://psychologie-news.stangl.eu/120/rechte-vs-linke-gehirnhaelfte)

Blogtexte in 3 Schritten planen!

Damit Menschen rundum überzeugt sind, müssen die linke und die rechte Gehirnhälfte bedient werden! (Bild: Hubspot – Free Stock Photos)
Damit Menschen rundum überzeugt sind, müssen die linke und die rechte Gehirnhälfte bedient werden! (Bild: Hubspot – Free Stock Photos)

Wenn Sie also demnächst einen Blogbeitrag schreiben, planen Sie im ersten Schritt Ihre Argumentationsstruktur und achten auf einen logischen Aufbau! Damit wird die linke Gehirnhälfte bedient. Reichern Sie im nächsten Schritt das rationale Gerüst mit griffigen Bildern, Metaphern etc. an – so aktivieren Sie die rechte Gehirnhälfte. Im dritten Schritt bauen Sie die wichtigen Keywords ein – nur dort, wo sie inhaltlich auch wirklich hinpassen (nach Möglichkeit aber im oberen Textdrittel) und den Stil Ihres Textes nicht zerstören! Es muss weiterhin alles aus einem Guss lesbar sein. Hierzu können Sie z.B. den Keyword-Planner von Google zu Rate ziehen – im Rahmen von Google Adwords (Registrierung erforderlich). Dieser sagt ihnen u.a. mit welchen Suchanfragen bestimmte Keywords tatsächlich gesucht werden. An diesen Keyword-Phrasen orientieren Sie sich! Auf mehr als ein oder zwei Keywords sollte ein Blogtext aber nicht optimiert sein – sonst fehlt dem Text nämlich der Fokus – und weder die linke noch die rechte Gehirnhälfte werden damit überzeugt. Insofern ist der letzte Schritt auch ein guter Check, um zu überprüfen, ob Sie ihren Content gut geplant haben und ob die Schritte eins und zwei  optimal umgesetzt sind.

Nun, es braucht etwas Übung, um dieses im Prinzip recht einfache 3-Schritt-Modell aus dem Effeff zu beherrschen, aber es ist ein sehr nützlicher Weg, um die Qualität und Effizienz Ihres Corporate Blogging signifikant und rasch zu steigern!

Wenn Sie mehr wissen möchte, kontaktieren Sie uns noch heute und vereinbaren ein unverbindliches Gespräch und/oder einen Workshop – wo wir Content Marketing & Corporate Blogging ganz gezielt nach Ihren Bedürfnissen maßschneidern können!